Donnerstag, 17.05.2012
Wer später bremst, ist länger schnell
Pünktlich zum Beginn des praktischen Teils auf dem ADAC-Gelände in Embsen bei Lüneburg begann es zu regnen. Doch das schränkte die Aktivitäten der Teilnehmer kaum ein. Die Veranstalter, Firma Fricke aus Heeslingen und die LAND & Forst, waren zufrieden.
Wenn bei knapp 50 km/h die Wassersäule plötzlich hochschießt, dann ist Reaktion gefordert. Beeinflusst wird das Fahrverhalten auch stark von der Drillkombination.
© Leymann
Nachdem die Firma Fricke im vergangenen Jahr bereits drei Mal als Gastgeber fungierte, hatte man sich in diesem Jahr dazu entschlossen den Termin in Lüneburg zu übernehmen. Drei Claas-Traktoren (Axion 810 und 820, Arion 640) wurden zur Verfügung. Als angehängte/-gebaute Geräte kamen eine Claas-Quadrant 3200 Roto Cut Quaderballenpresse, zwei 18 t Anhänger von Farmtech und eine Drillkombination von Gaspardo/Maschio zum Einsatz.
Bereits im theoretischen Teil wurde deutlich, dass der eine oder andere Teilnehmer schon brenzlige Situationen im Straßenverkehr erlebt hat. Oft sind es gar nicht die eigenen Instinkte und Fähigkeiten, die es kribbelig werden lassen, sondern die anderen Verkehrsteilnehmer. „Viele Autofahrer nehmen keine Rücksicht und verschätzen sich bei unseren Geschwindigkeiten und Abmessungen. Wie oft musste ich schon für die anderen mitdenken" so ein Teilnehmer.
Speziell das Fahren mit Flüssigkeiten, sei es mit der Feldspritze oder mit dem Güllefass, ruft immer wieder ein mulmiges Gefühl hervor. Doch auch der Termindruck bringt den einen oder anderen Teilnehmer schon mal aus der Ruhe bzw. lässt ihn leichtsinniger werden. „Wenn einem die Uhr im Nacken sitzt, dann fährt manchmal auch nach dem Motto „Wer später bremst, ist länger schnell", sagte ein Teilnehmer.
Das wollten aber ADAC-Fahrtrainer Malte Meiners und Günter Heitmann, der Verkehrsexperte der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nicht, gelten lassen. Gerade mit den großen Maschinen müsse viel mehr Rücksicht genommen werden. Sei es beim Abdecken oder Sichern von Ladung bzw. bei den Geschwindigkeiten. „Es müssen nicht immer 50, 60 oder Kilometer pro Stunde sein. In Dörfern oder Wohngebieten reichen 30 bis 40 km/h völlig aus", erklärt Heitmann
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