Vor vier Jahren gab es einen Umbruch auf dem Betrieb Backeberg. Sohn Björn kam nach dem Studium zurück und bekam die Schweinemast als eigenes Standbein. Zum erfolgreichen Wirtschaften gehört auch das ständige Reinigen und Desinfizieren mit der richtigen Technik.
Alle zwei Wochen werden die Buchten mit dem Hochdruckreiniger für den nächsten Durchgang vorbereitet. Foto: Backeberg
Die Familie Backeberg bewirtschaftet ursprünglich einen Ackerbaubetrieb. Als sich Sohn Björn dafür entschieden hatte in den Betrieb einzusteigen, wurde die Schweinemast als Betriebszweig auf dem Hof etabliert. „Vor rund zehn Jahren habe ich mit den Sauen aufgehört, weil es für eine Person zuviel war und es für uns aber auch im Dorf keine Erweiterungsmöglichkeiten gab“, erklärte Heinz-Herbert Backeberg.
So wurde außerhalb des Dorfes ein Schweinemaststall mit 1.300 Plätzen gebaut. Dieser Betriebszweig lässt sich gut mit dem
Ackerbau kombinieren. Die Schweine werden mit dem eignen Getreide (Gerste, Weizen) gefüttert (rund 800 g Tagezunahmen bei 1,015 Indexpunkten), zugekauft werden nur Sojaschrot und Mineralfutter. Die Gülle kann auf den eigenen Flächen ausgebracht werden.
Im Zuge des Neubaus des Schweinestalles holten sich Backebergs viele Informationen ein. „So kamen wir schließlich auf den einen Stallhersteller, bei dem wir dann auch unseren Hochdruckreiniger gekauft haben. Die gesamte Wasseranlage (Einweichanlage, Medikamentierung) hat er auch installiert“, so Björn Backeberg. Der Stall ist in 180er Abteile (mit 30er Buchten) aufgeteilt, man hat sich dabei an der Vermarktung orientiert, so viele Schweine werden auf einen LKW verladen. Im kompletten Stall befindet sich eine stationäre Hochdruckreinigerleitung aus Edelstahl mit Zapfsäulen vor jedem Abteil.
„Wir haben zwar einen mobilen Reiniger gekauft, nutzen ihn aber hauptsächlich stationär. Durch die einzelnen Zapfsäulen haben wir minimale Rüstzeiten und können auch den Zentralgang nach dem Verladen schnell reinigen. Zudem benötigen wir weniger Stromleitungen im Stall, ein weiterer Vorteil für uns. Durch die hohe Waschleistung des Reinigers mit 40 l/min haben wir ein 180er Abteil ist in gut zwei Stunden sauber, im zweiten und dritten Arbeitsgang kommen wir dann mit Schaum gegen Fettreste und spülen anschließend nach“, erklärt Björn Backeberg.
Zu bedenken gibt er, dass man beim Kauf später die einfache Lanze gegen eine Doppellanze ausgetauscht habe: „Wenn ständig 40 l pro Minute mit hohem Druck gespritzt werden, dann ist das auf Dauer nicht praktikabel, deshalb haben wie die Doppellanze, an der wir den Druck variieren können. Der volle Druck ist nicht immer für alle Teile in einem Stall geeignet, aber wir haben trotzdem die volle Wassermenge, das heißt die Spülkraft bleibt erhalten.“ Seine Erfahrungswerte zeigen, dass eine Erhöhung bzw. Verdopplung der Wassermenge bei der Reinigung, die Arbeitszeit halbiert.
Mehr Infos auch direkt bei Familie Backeberg, Tel.: 0 51 58 - 22 28.