In den nächsten Monaten wird es spannend, denn der LAND & Forst-Winterkrimi startet in der kommenden Ausgabe - exklusiv für unsere Leser geschrieben. Wir haben dem Autor, Dieter Bromund, über die Schulter geschaut.
Krimiautor Dieter Bromund
Dieter Bromund (72) sitzt in seiner kleinen Schreibwerkstatt im Souterrain seiner Wohnung in Schwachhausen, einem Stadtteil in Bremen. Auf dem kleinen Tisch steht ein PC, daneben liegen Notizzettel. „Die einzelnen Kapitel habe ich auf diesen Zetteln skizziert“, erklärt der Autor. „Es ist ein langsamer Prozess, bis man die Figur entwickelt hat. Wenn die Hauptfiguren einen Namen haben, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, mit der Geschichte zu beginnen.“
Der Krimi spielt in der Kleinstadt Lohbergen, einem erfundenen Ort nördlich von Nienburg. Journalist Willem Barre wollte in diesem Ort eigentlich den Ruhestand genießen - bis er Zeuge in einem Mordfall wird. Er ist mit dem Hauptkommissar Peter Hoops, der diesen Fall aufklären muss, befreundet und hilft ihm beim Recherchieren. „Welche Geschichte, welches Motiv hinter dem Mord steckt, wird natürlich noch nicht verraten. Meine Frau weiß es schon und sie ist begeistert. Mir fiel ein Stein vom Herzen.“
Weite und Wurzeln
Dieter Bromund ist 1938 in Bromberg (Westpreußen) geboren. „Die wichtigste Zeit meiner Jugend habe ich jedoch auf dem Land in Grefenmoor bei Stade verbracht.“ Gemeinsam mit seinem Bruder, seiner Schwester, seiner Mutter sowie seinem Großvater hat er dort von 1945 bis 1953 auf einem Bauernhof gelebt. „Zu meinem zwölften Geburtstag habe ich ein Jugendbuch bekommen: Dieter, der Reporter. Und da habe ich zu meiner Familie gesagt: Ich werde auch Reporter“, sagt der 72-Jährige und streicht schmunzelnd über seinen grauen Drei-Tage-Bart. Bereits mit 16 Jahren hat er für die regionale Tagespresse geschrieben. Nach dem Anglistik- und Germanistik-Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster war er 25 Jahre lang als angestellter Marketing-, Werbe- und PR-Berater tätig. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor.
Er geht eine Treppe hoch in ein großes Zimmer mit hohen Decken und einer Bücherwand. Er greift zu einem Buch. Auf dem Cover ist ein Segelschiff auf aufgewühlter See abgebildet. Der Titel: Kompasskurs Mord. Drei Segelthriller in einem Band. Eine Geschichte davon heißt: Die erste Reise war angenehm.
„Als ich mit meinen beiden Töchtern 1982 in der Schweiz im Urlaub war, habe ich diese geschrieben. Ich habe damit an einem Wettbewerb vom
Goldmann Verlag teilgenommen und gewonnen. Das Buch wurde veröffentlicht. Mein Erstes“, erklärt er nicht ganz ohne Stolz.
Seine Krimis haben immer etwas mit der See zu tun. Eine Ausnahme bildet da der Kurzkrimi für die LAND & Forst. „Ich liebe die See. Ich bin viel unterwegs - auf Schiffsreise.“ Und so handelt sein kürzlich erschiener Roman „Piratenjagd“ von der See - mit akuellem Bezug.
Den idealen Ort zum Schreiben beschreibt er so: „Sechs Uhr morgens auf dem Sonnendeck eines Schiffes, kein Land in Sicht und das Notizbuch in der Hand. Aber diesen Ort jederzeit aufzusuchen, ist eher schwierig“, betont er mit einem Augenzwinkern.
Er setzt sich an einen großen Esstisch und genießt seinen Kaffee. Neben ihm ein Notizbuch aus hochwertigem Papier. „Das Buch habe ich immer bei mir, darin notiere ich alles. Ideen, Termine, Zitate und vieles mehr.“ Doch nicht nur gutes Papier ist ihm wichtig, auch seine Füller. Montblanc. „Jeder Tischler hat gutes Handwerkszeug“, kommentiert er.
In den Morgenstunden
Besonders gut kann er in den frühen Morgenstunden schreiben, daher versucht er, sich den Vormittag freizuhalten und verschwindet in seiner Schreibwerkstatt. „Mittags mache ich eine Pause und am Nachmittag widme ich mich Recherchearbeiten.“
Die Ideen für seine Geschichten entstehen oftmals durch Begegnungen mit Menschen, Gegenständen oder der Natur. „Landschaften und Erlebnisse regen mich an“, betont der Autor und nennt ein Beispiel: „Zwischen zwei Weingläser in einer Kneipe in Spanien habe ich ein Foto entdeckt, auf dem ein SS-Mann abgebildet ist. In diesem Moment entstand die Idee für das Buch „Schatten über dem Golf.“ Er schreibt nicht nur Bücher, sondern auch für die Online-Zeitschrift „SeereisenMagazin.de“ - vor allem über Schiffsreisen.
„So! Aber nun widme ich mich wieder dem LAND & Forst-Krimi und den Ermittlungen von Hauptkommissar Peter Hoops und dem Journalisten Willem Barre.“