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[ » LAND & Forst » Content » Landleben » Garten » Lebende Steine ]
Montag, 21.05.2012
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Garten | 09.01.2012 Redaktion Land und Forst

Lebende Steine als Anpassungskünstler

Im Pflanzenreich beherrschen Lithops die Kunst der Tarnung: sie sehen wie herumliegendes Geröll aus und sind deshalb auch unter dem Namen „Lebende Steine“ bekannt.
Die lateinische Bezeichnung Lithops bedeutet nichts anderes als „steinähnlich“.© Stern
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Die lateinische Bezeichnung Lithops bedeutet nichts anderes als „steinähnlich“.
© Stern
Die Farbe dieser außergewöhnlichen Pflanzen richtet sich nach ihrer Umgebung: in Wüsten mit graublauem Kalkgestein sehen sie grau aus, in Gegenden mit roter, eisenhaltiger Erde nehmen sie eine rotbraune Färbung an. Zusätzlich weist die Oberfläche oft eine bunt gefleckte Musterung auf, die an zusammen gewürfeltes Geröll erinnert.

Auch die Form zeigt weder Stamm noch Stängel, sondern nur ein einziges Blattpaar, das am Wurzelhals sitzt. Mit normalen Blättern lassen sie sich nicht vergleichen, da sie zu dicken, rundlichen Körpern mit einer flachen Oberkante aufgeschwollen sind. Die Lebenden Steine stammen aus den Geröllwüsten Südafrikas und Namibias. Die lateinische Bezeichnung Lithops bedeutet nichts anderes als „steinähnlich“. Bei uns werden mehrere Arten als Zimmerpflanzen angeboten, die einen hellen Standort brauchen. Nach dem Winter sollten die „Lebenden Steine“ erst langsam an die Sonne gewöhnt werden.

In der Ruhezeit von November bis April stellt man die Wassergaben stufenweise ein und gibt den Pflanzen einen kühlen Platz (5 bis 8 °C). Ab Mai ziehen sie wieder ins 20 °C warme Sommerquartier um. Während des Sommers gibt man regelmäßig sparsam Wasser oder wässert alle zwei bis drei Wochen gründlich. Es empfiehlt sich, die Pflanzen von unten zu gießen, indem man sie in ein Schälchen Wasser stellt. Zu hohe Bodenfeuchtigkeit lässt die Lebenden Steine schnell faulen. Von August bis November erscheinen dann die je nach Art weißen oder gelben Blüten, die oft größer sind als die Blattpaare. Die Form der Blüten erinnert daran, dass die Pflanzen zu den Mittagsblumengewächsen zählen. Dünger brauchen die pflegeleichten Mitbewohner nicht, ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr in frische Kakteenerde genügt völlig.

Der Gartenhandel bietet auch die staubfeinen Samen der Lithops an. Sie werden auf das Substrat (wasserdurchlässige Erde, Bims oder Seramis mit einer Körnung von ein bis vier mm) gestreut. Bei einer gleichmäßigen Temperatur von 15° bis 20 °C verläuft der Keimprozess optimal. Während der Keimphase müssen Substrat und Samen gleichmäßig feucht gehalten werden. Dies lässt sich einfach mit einer Abdeckung des Aussaattopfes mit Frischhaltefolie bewerkstelligen. Wenn sich nach zwei bis drei Wochen die ersten Keimlinge zeigen, lüftet man die Abdeckung und gibt nur sehr dosiert Wasser.
Karin Stern
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Keywords Garten | Lebende Steine | Pflanzen
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