Berechnungen der Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (VIT) ergeben für die MLP-Kühe für das vergangene Kontrolljahr eine Steigerung der Leistungen um 11 kg Milch.
Die Anlieferungsmilch wird in modernen Laboren untersucht.
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Der von VIT erstellte Jahresabschluss weist eine Gesamtdurchschnittsleistung von 8.820 kg Milch bei 4,12 % Fett u. 3,40 % Eiweiß aus. Dies entspricht einer Leistungsentwicklung von + 11 kg Milch, - 0,01 % Fett und - 0,02 % Eiweiß gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde die Marke von 8.500 kg Milch in Niedersachsen zum fünften Mal überschritten und das Milchland nähert sich immer mehr der 9.000 kg-Schallmauer.
Nach wie vor markieren die Herdbuchverbände die Leistungsspitze. Osnabrücker Herdbuch (OHG), Masterrind GmbH und Weser-Ems-Union (WEU) haben in 2011 erneut die Schwelle von 9.000 kg Milch übertroffen. Die Osnabrücker nehmen mit über 9.700 kg Milch im Durchschnitt unangefochten die Spitzenstellung in ganz Deutschland ein. Bedingt durch Betriebsaufgabe oder Aufgabe des Betriebszweiges Milchviehhaltung, ging die durchschnittliche Zahl der Betriebe im Kontrolljahr 2011 um 480 (- 4,7 %) auf 9.682 zurück. Die Zahl der A+B Kühe stieg um 17.704 (+ 2,7 %) auf 674.013 an.
Der Strukturwandel hält unvermindert an
Während der Anteil der Betriebe und Kühe in den Bestandsgrößen über 80 Kühe in den letzten Jahren konstant zugenommen hat, war die Zahl der Kühe unterhalb dieser Linie stetig rückläufig. Besonders rasant hat sich der Strukturwandel bei den kleineren Betrieben vollzogen. Viele landwirtschaftliche Betriebe leben maßgeblich von der Rinderzucht und Milchproduktion und haben in den vergangenen Jahren hohe Investitionen in der Milchrinderhaltung vorgenommen.
Der Ausbau der Milchproduktion ist besonders in den Grünlandregionen deutlich zu erkennen. Die meisten Boxenlaufställe sind in den vergangenen zehn Jahren im Norden zwischen Ems, Weser und Elbe entstanden, wo die Bauern ihr Einkommen nur über die Milch erwirtschaften können. Neben Stallneubauten wird in Melk- und Fütterungstechnik investiert und betriebliche Abläufe dabei optimiert.
Im Kammergebiet Niedersachsen bestehen als Organisationen für die Durchführung der Milchleistungs- und Qualitätsprüfungen die Landeskontrollverbände Niedersachsen-Bremen mit zwei Untersuchungsstellen und 20 Milchkontrollvereinen sowie der Landeskontrollverband Weser-Ems mit einer Untersuchungsstelle und 50 Milchkontrollvereinen. In den Randgebieten Niedersachsens werden ein Teil der Betriebe und Kühe aus dem Kammergebiet vom LKV Mecklenburg-Vorpommern sowie LKV Westfalen-Lippe betreut.
Auf der Grundlage der monatlichen Probegemelksergebnisse führt VIT Verden die Leistungsberechnungen durch. Hierzu werden die angelieferten Daten drei Mal täglich verarbeitet und die Auswertungslisten in Form des Zwischenberichtes verschickt. Diese Daten gibt es für eingetragene Nutzer auch in digitaler Form zur weiteren Nutzung in Herdenmanagementprogrammen.
Die Daten der eigenen Kühe ständig im Blick
Mit dem Informationssystem Netrind hat der
Landwirt per Internet und ohne spezielle Herdenmanagementsoftware Zugriff auf die aktuellen Daten seines Betriebes. Netrind bietet eine Vielzahl von Ansichten zum Einzeltier, zur Herde und zum Betrieb. Es umfasst auch Managementfunktionen zur Erstellung von Aktionslisten oder zur Führung von Arzneimittelbestandsbüchern.
Viele MLP-Mitgliedsbetriebe nutzen die Möglichkeit, eine gemeinsame Geburtsmeldung für die MLP und den gesetzlich vorgeschriebenen Bereich der Rinderkennzeichnung (VVVO) abzugeben. Das trägt zur Arbeitserleichterung, zur besseren Datenqualität und zu einheitlichen Datenbeständen und Tierdokumenten bei.
Fazit: Neben einer guten Milchleistung gehören angepasste Fütterung, tiergerechte Haltung und eine verbraucherorientierte Milchqualität zu den Erfolgskriterien der Milcherzeuger. Zur Erreichung dieses Zieles bieten die MLP-Ergebnisse die besten Informationen, die ein Züchter und Milcherzeuger bekommen kann.
Nachfolgend die Tabellen zum Text zum Herunterladen: