Hannover - Per Minimierungsstrategie will Niedersachsens Landwirtschaftsminister die Anwendung von Antibiotika in der Nutztierhaltung auf das absolut unerlässliche Maß beschränken.
Lindemann: Gerade in der Landwirtschaft besteht bei den Kubanern der größte Bedarf an technischer Hilfe.
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Gert Lindemann hatte das Konzept im November vergangenen Jahres vorgestellt. Dabei komme es nicht auf eine Prozentzahl an, sondern darauf, jede nicht zwingend notwendige Behandlung nicht stattfinden zu lassen, so der Minister. Für die Umsetzung der Strategie liegt nun ein Maßnahmenplan vor, der detailliert auf die einzelnen Schritte eingeht. Auf der Basis des Maßnahmenplans werden derzeit Gespräche mit den Adressaten, zum Beispiel den Tierärzten, Tierhaltern und Überwachungsbehörden, geführt.
Damit alle Punkte des Minimierungskonzeptes umgesetzt werden können, ist eine Anpassung der Gesetzgebung durch den Bund notwendig. Vor diesem Hintergrund begrüßt Landwirtschaftsminister Lindemann die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, den Ländern durch die Änderung des Arzneimittelrechts unter anderem einen erweiterten Zugriff auf die erfassten Abgabemengen von Antibiotika zu ermöglichen. Bereits im Sommer 2011 hatte Niedersachsen sich noch einmal nachdrücklich dafür eingesetzt, den Ländern auch die Daten für Arzneimittel in der Geflügelhaltung zur Verfügung zu stellen. Diese Möglichkeit wird den Ländern nun eingeräumt. Minister Lindemann: „Ich bin überzeugt davon, dass das Minimierungskonzept ein richtiger und praktikabler Weg ist hin zu einem deutlich geringeren Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung in Niedersachsen."
In diesem Zusammenhang wies der Landwirtschaftsminister noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Antibiotika als Masthilfsmittel verboten sind und auch nicht präventiv eingesetzt werden dürfen. Gert Lindemann: „Antibiotika dürfen kein Ersatz für suboptimale Haltungsbedingungen, eine schlechte Hygiene oder ein unzureichendes Bestandsmanagement sein. Das Ziel sind gesunde Tiere, die nur in zwingend notwendigen Einzelfällen Antibiotika-Behandlungen erhalten."
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