Die 75. Veranstaltung in Vechta entpuppte sich als gelungenes Jubiläum der Auktionsdynastie der Oldenburger Verbände. Ein „königliches“ Ergebnis erzielte die erlesene Kollektion von ausgewählten Reitpferden und -fohlen.
N’oubliez jamais v. Nintender-Calido wurde für stolze 150.000 € an das Ausbildungszentrum Lee in Wittenbach/Schweiz verkauft.
Die Preisspitze Di Magic v. Dimaggio-Rohdiamant wurde für 240.000 € an Monacos Dressurkönigin Bernadette Brune zugeschlagen. Die langjährige Stammkundin sicherte sich mit dem bildschönen, gekörten Rapphengst aus der Zucht von Christian Niemann, Halen, und ausgestellt von Andreas Wempe, Cappeln, ein Kronjuwel für die Karriere auf dem großen Viereck.
Auch die zweite Preisspitze, Tausendundeine Nacht v. Don Schufro-Rubinstein aus der Zucht von Heinrich Themann, Mühlen, reist für 160.000 € auf die andere Seite des Globus. Die brillante Rappstute wird in einen Stall nach Australien exportiert. Auch diese Kunden kauften nicht zum ersten Mal in Vechta. Auf der Frühjahrs-Elite Auktion 2009 entdeckten diese australischen Freunde Oldenburgs, die Tänzerin Una Supra v. Sandro Hit-Sion, aus der Zucht von Aloys Hinxlage, Garrel, die mittlerweile zum australischen Champion avancierte.
18 Auktionskandidaten werden künftig jenseits der Grenzen ihren Reitern Freude schenken. Das größte Kontingent mit jeweils vier Pferden sicherten sich Kunden aus Russland und aus der Schweiz.
Die Eidgenossen signalisierten vor allem großes Interesse an den Springpferden. Ihre Entschlossenheit im Wettstreit der Gebote lies Auktionator Uwe Heckmann resümieren: „Ein Durchbruch auf dem Springpferdemarkt gelang den Oldenburger Pferdezuchtverbänden mit dem kleinen aber feinen Springpferdelot“.
Drei Elite-Kandidaten der Parcoursfraktion wechselten in die Schweiz. Da ist N’oubliez jamais v. Nintender-Calido aus der Zucht von Jürgen Ernst, Essel. Der gekörte und leistungsgeprüfte Hengst wurde für 150.000 € an das Ausbildungszentrum Lee in Wittenbach/Schweiz zugeschlagen. Wanda Wespe und Ariane Muff werden die Oldenburger künftig im Sport präsentieren.
Die beiden Amazonen sicherten sich darüber hinaus mit der Stute Noblesse Oranje v. Nintender-Argentinus aus der Zucht von Manfred und Britta Langelüddeke, Valberg, für 80.000 € auch die zweite Preisspitze aus dem Springpferdelot. Als Dritte im Bunde ersteigerte die Schweizer Garde die junge Springofferte Bella Vista v. Balou du Rouet-Sandro Khan aus der Zucht und dem Besitz von Bernd Richter, Berlin, für stolze 30.000 €.
Die Kollektion der Auktion beinhaltete erneut einen Routinier, ausgebildet bis hin zu Grand Prix Lektionen. Er ist der Vertreter eines jungen und außerordentlich erfolgreichen Vermarktungsmodells, das den Bedürfnissen vieler Kunden entgegenkommt. Ein Beispiel für dieses Erfolgsrezept mit sporterfolgreichen Oldenburgern wurde jüngst aus Süd-amerika gemeldet.
Beatriz Torbay aus Venezuela kam auf ihrer Suche nach einem Dressurpferd im April diesen Jahres nach Vechta. Sie fand ihr Traumpferd Don Royal, kaufte es für 200.000 € und wurde jetzt mit Erfolg belohnt. Wegen ihrer herausragenden sportlichen Erfolge wurde Beatriz Torbay mit ihrem Donnerhall-Sohn Don Royal von der nationalen reiterlichen Vereinigung in Venezuela für die bevorstehenden Panamerikanischen Spiele in Mexiko nominiert. Der neunjährige, in Frankreich bis hin zum Prix St. Georges erfolgreiche De Miro v. De Niro-Feinbrand, wurde von einer jungen Dressurreiterin aus Nordrhein-Westfalen für 75.000 € ersteigert.
Insgesamt erzielten 45 Reitpferde einen Umsatz von 1.810.500 € und somit einen Durchschnittspreis von genau 40.233 €. Damit erreichte die Herbstkollektion das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.
Die Fohlenkollektion offerierte 42 Youngsters. Sie erzielten einen Umsatz von 413.500 €. Ihr Durchschnitts-preis beträgt 9.845 €. Das Spitzengebot von 25.000 € für Dans d’Ecole v. Danone I-Welt Hit II aus der Zucht von Olaf Bahls, Voigtsdorf, kam aus Rheinland-Pfalz. Dressurreiter Ulf König sicherte sich den bewegungsstarken Fuchshengst. Als zweite Preisspitze rangierte Totima, ein Stutfohlen des Shootingstars Totilas aus einer Sandro Hit Mutter.
Die schwarze Tänzerin wechselte für 24.000 € in den Besitz der Fürstenball-Entdeckerin Lone Boegh-Henriksen aus Dänemark, die ebenfalls einen Sprössling ihres Multichampions Fürstenball ersteigerte. Das Stutfohlen Große Freude v. Fürstenball-De Niro erstand Lone Boegh-Henriksen für 18.000 €.