Montag, 21.05.2012
Raps bleibt wichtigste Energiepflanze
Hannover - Die wichtigste Energiepflanze auf deutschen Äckern war auch im vergangenen Jahr der Raps.
Raps wurde im vergangenen Jahr deutschlandweit auf insgesamt rund 900.000 Hektar angebaut.
© Raupert
Wie das Landvolk Niedersachsen berichtete, wurde die schwarze Ölfrucht zur Verwertung als Pflanzenöl oder Biodiesel für die energetische Nutzung auf insgesamt rund 900.000 Hektar angebaut. Danach folgte Mais, der auf deutschlandweit 800.000 Hektar als Rohstoff für Biogasanlagen erzeugt wurde. Die Gesamtproduktionsfläche von Mais belief sich laut Landesbauernverband 2011 in Deutschland zwar auf zusammen 2,5 Millionen Hektar. Der weitaus größte Teil der Ernte wurde aber für die tierische Verfütterung genutzt. Hier habe Mais im zurückliegenden Jahr Futterlücken schließen müssen, die durch geringere Getreideerträge verursacht worden seien.
Nach Mitteilung des Landvolkverbandes testen die heimischen Landwirte derzeit auch Nutzpflanzen wie Getreide, Zuckerhirse, Zuckerrüben, Sonnenblumen und Luzerne als Substrate für Biogasanlagen. Große Hoffnungen würden auf die durchwachsene Silphie gesetzt, die ähnlich hohe Erträge wie der Silomais liefern solle. Bislang hätten die Landwirte mit der mehrjährig anzubauenden Pflanze aus der Familie der Korbblütler jedoch zu wenig Erfahrungen gesammelt. Landvolkangaben zufolge wurden im vorigen Jahr deutschlandweit 2,2 Millionen Hektar für den Anbau von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen zur Energiegewinnung oder die industrielle Verwertung genutzt; das waren ungefähr 20 Prozent der gesamten Ackerfläche. Damit hätten diese Kulturen, die Ende der achtziger Jahre auf lediglich 500.000 Hektar produziert worden seien, einen relativ festen Platz im Anbauspektrum erobert. Industriepflanzen zum Beispiel für die Produktion von Ölen, Fasern und Heilmitteln führten mit einer Anbaufläche von bundesweit gut 300.000 Hektar allerdings weiterhin ein „Nischendasein“.
AgE
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