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[ » LAND & Forst » Content » Forst » Ripke: „Wald ist sicherer als Gold!“ ]
Montag, 21.05.2012
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Forst | 07.09.2011

Ripke: „Wald ist sicherer als Gold!"

„Die Preise für Wald und Acker steigen immer weiter. Wald ist als Geldanlage sogar sicherer als Gold", sagte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke am Samstag in seiner Eröffnungsrede bei den 3. Wald- und Holztagen Hohe Heide in Groß Heins bei Kirchlinteln, Landkreis Verden. Die Waldkonsulting GmbH mit Sitz in Schneverdingen als Veranstalter zeigte sich zufrieden über die Resonanz, denn um die 6.000 Besucher wurden an den beiden Tagen gezählt.

 

Nach der Eröffnung der 3. Wald- und Holztage Hohe Heide in Groß Heins (v. l.): Agrarstaatssekretär Friedrich-Otto Ripke und LWK-Präsident Arendt Meyer zu Wehdel sowie von der Waldkonsulting Hohe Heide der Aufsichtsratsvorsitzende Lutz Winkelmann, die Geschäftsführerin Iris Möhlmann und der Vorsitzende der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Hohe Heide, Heinrich Luttmann.
Foto: Preugschat
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Nach der Eröffnung der 3. Wald- und Holztage Hohe Heide in Groß Heins (v. l.): Agrarstaatssekretär Friedrich-Otto Ripke und LWK-Präsident Arendt Meyer zu Wehdel sowie von der Waldkonsulting Hohe Heide der Aufsichtsratsvorsitzende Lutz Winkelmann, die Geschäftsführerin Iris Möhlmann und der Vorsitzende der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Hohe Heide, Heinrich Luttmann. Foto: Preugschat
Dass Wald nachgefragt wird wie nie zuvor, spült auch Geld in die Kasse der Landesforsten. „Selbst Streubesitz ist begehrt, nicht nur bei Forstwirten, sondern auch Geldanleger greifen hier kräftig zu", berichtete Ripke vor den knapp 100 Gästen, vorwiegend Forstwirten aus dem Raum Verden und Walsrode. Eindeutig sprach sich der Staatssekretär gegen eine großflächige Stilllegung von Waldflächen aus, wie sie von Umweltschützern gefordert wird. „Das wäre für den Klimaschutz langfristig kontraproduktiv." Er rebezog sich hierbei auf die Kohlenstoffstudie seines Ministeriums vom Frühjahr 2011, aus der klar hervorgeht, dass das klimaschädliche Treibhausgas CO2 vor allem in bewirtschafteten Wäldern gebunden wird. Ziel der Landesregierung sei es daher, die Bedeutung des Waldes sowie der Forst- und Holzwirtschaft für den Klimaschutz stärker in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Flächenprämie für Wald

In seiner Rede ging der CDU-Politiker auch auf die Überlegungen in Brüssel ein, den Wald ab 2014 bei der Flächenprämie mit zu berücksichtigen, was zu einer Reduzierung der Zahlungen für Acker und Grünland führen wird, nahm zum Waldklimafonds Stellung, kritisierte in Bezug auf die Wald-Wild-Problematik das Anfüttern („Wer künftig 500 t Rüben ins Revier fährt, muss von uns mit einem Strafverfahren rechnen.") und betonte die Bedeutung des Waldes für die Trinkwassergewinnung.
 
LWK-Präsident Arendt Meyer zu Wehdel lobte in seiner Rede nicht nur die nun schon über 100 Jahre währende, gute Betreuung des privaten Waldbesitzes durch die Landwirtschaftskammer, sondern hob mehrfach den Einfluss der Waldbauern über das Ehrenamt bei der Beförsterung hervor. Auch ging er auf die Energiewende ein, die neue Wertschöpfung für den Waldbesitzer bedeute. „Vor 10 bis 15 Jahren war nur Wertholz gefragt, heute gibt es sogar für Schwachholz wieder einen Markt."
 
Gute Zusammenarbeit
 
Auch Lutz Winkelmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Waldkonsulting GmbH, wies auf den engen Schulterschluss der zur Forstwirtschaftlichen Vereinigung Hohe Heide gehörenden Forstbetriebsgemeinschaften mit den Förstern der LWK Niedersachsen hin. Die forstlichen Mitarbeiter hätten auch ihren Anteil daran, als mit der Gründung der Waldkonsulting GmbH in 2003 ein schlagkräftiges Unternehmen entstanden sei. Dadurch habe der Privatwald in der Heide erheblich an Macht gewonnen.
 
Ähnlich positiv zur Zusammenarbeit mit der LWK äußerte sich auch Heinrich Luttmann, Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Hohe Heide. „Es gibt nichts Besseres. Wir hoffen auf gute Fortsetzung."
 
Norbert Leben, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, wies auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland hin, die mit 2,7 Mio. Beschäftigten weit größer sei als die Automobilindustrie. Für ihn bedeute Bauen mit Holz auch Klimaschutz. Dass jeder 7. Neubau ein Holzhaus sei, trage zum Klimaschutz bei. Kritik übte Leben an den Wasserversorgern, die 65 % des Wassers unter Wald gewinnen. „Die könnten jeden Tag Danke sagen. Spricht man sie auf Beteiligung an den Kosten an, heißt es Nein Danke." Daher sei es für den Waldbesitzer notwendig, andere Einnahmequellen zu generieren, z.B. durch Energiegewinnung. Er warb dafür, an geeigneten Stellen auch im Wald Windräder aufzustellen.
 
„Insgesamt waren wir zufrieden, denn immerhin kamen rund 6.000 Besucher. Auch die 50 Aussteller führten viele gute Gespräche, vor allem im von der LWK organisierten Energiedorf", resümierte am Dienstag Heinrich Luttmann, der die treibende Kraft bei der Organisation der Wald- und Holztage ist.
 
Für Holz werben
 
Bei der Waldkonsulting GmbH handelt es sich um einen 2003 entstandenen Zusammenschluss der Forstbetriebsgemeinschaften Soltau und Walsrode, dem Forstverband des Landkreises Verden und der Kreis-Waldmärkerschaft Rotenburg, die das Holz von rund 3.000 Waldbesitzern mit ca. 50.000 ha organisierter Mitgliedsfläche gemeinsam vermarkten. Die vier FBGn bilden gleichzeitig die „Forstwirtschaftliche Vereinigung Hohe Heide". Die Wald- und Holztage, die vordem schon 2006 und 2009 durchgeführt wurden, sollen vornehmlich bei der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung für das Produkt Holz in all seien Facetten von Bau- und Möbelholz über Pellets und Holzhackschnitzeln bis Brennholz werben. Auch über die Vorzüge des Waldes als Gemeingut sollen die Verbraucher informiert werden. Das alles ist den Verantwortlichen um Lutz Winkelmann, Geschäftsführerin Iris Möhlmann und Heinrich Luttmann wieder einmal bestens gelungen.
 
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Keywords Forstwirtschaft | Hohe Heide | Wald- und Holztage
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