Maschinen und Geräte zur Aufbereitung und Verbrennung von Holz sind weit entwickelt und mit hoher Effizienz verfügbar. Neue Technik entwickeln die Hersteller eher im Detail.
Zwei Sägeblätter machen´s möglich. Mit einem Hub zerteilt die Wippsäge von Posch ein Meterstück in drei Scheite.
© Brüggemann
Beispiele dafür fand Carsten Brüggemann, Energieexperte von der LWK Niedersachsen auf der diesjährigen Agritechnica. Eine Neuheit für die Brennholzbereitung stellte Fa. Growi vor: die Hochleistungssäge „Hannibal“. Die über Zapfwelle und/oder E-Motor angetriebene Säge kann Holzscheite von bis zu 3 m Länge und 21 x 42 cm Stärke zerkleinern. Die gewünschte Scheitlänge kann auf 20, 25, 30 und 50 cm eingestellt werden. Die mögliche Leistung ist vom Bedienpersonal abhängig und soll zwischen 7 und 12 Rm/h liegen. Beeindruckend ist die sichere Handhabung der Maschine, die je nach Antrieb ab 12.500 € angeboten wird.
Posch zeigte mit der „GS duo“ eine neue Wipp-Säge mit zwei parallel angeordneten Kreissägeblättern. So kann ein Meterscheit mit einem Hub in drei Scheite à 33 cm zerteilt werden. Durch Entnahme eine Blattes können auch andere Scheitlängen produziert werden. Antrieb über Schlepper oder 7,5 kW E-Motor, Preis: ab 2.440 €.
BGU stellte mit der „KSS 300“ einen Kettensägenspalter vor, in den eine eventuell vorhandene Kettensäge eingespannt werden kann. Je nach Schwertlänge können Stämme von bis zu 300 mm Stärke verarbeitet werden. Antrieb: über E-Motor (4 kW), Spaltdruck: 6 t, Preis: ab 2.950 €. Die Maschine ist gekapselt und entspricht der neuen Maschinensicherheitsrichtlinie 2006/42/EG.
Hacktechnik
Jenz, bekannter Hersteller für hochwertige Hacktechnik, zeigte mit dem Mobilhacker „HEM 582 Z“ eine Maschine, die nicht nur mit Wurfgebläse, sondern auch mit einem hydraulisch angetriebenen Förderband ausgestattet werden kann. Wenn, abhängig von den Einsatzbedingungen, auf den Auswurf verzichtet werden kann, bringt ein Förderband deutliche Vorteile. Der Kraftbedarf des Trommelhackers reduziert sich bei einem Durchsatz von 180 m
3/h um 60 kW. Bei einem Treibstoffbedarf von 2 l/kW ergibt sich nach Herstellerangaben eine Treibstoffersparnis von 12 l pro Stunde. Ferner wird der Feinanteil der Hackschnitzel deutlich reduziert, wie auch das Transportgewicht und letztlich auch der Preis für die Maschine.
Ny Vraa aus Dänemark zeigte einen neuen Anhängehacker für Kurzumtriebsplantagen, der allerdings nur Stämme bis 4 cm Stärke schneiden und somit wohl nur in den ersten Jahren einer Plantage eingesetzt werden kann. Erforderliche Antriebsleistung: ab 150 PS; Arbeitsleistung: bis zu 1 ha/Std.; Preis: ab 28.000 €.
Holzfeuerungen
Hargassner zeigte einen neuen Holzvergaserkessel, der in vier Größen mit Heizleistungen von 25 bis 49 kW angeboten wird. Die moderne Regelung erhält ihre Impulse von einer Lambdasonde im Abgasstrom und regelt den Verbrennungsprozess, Abgasgebläse, Rücklaufanhebung und Zündautomatik. Beim öffnen der Fülltür werden über einen Mechanismus Turbulatoren in den senkrechten Wärmetauschern bewegt und so die Tauscher gereinigt.
Künzel stellte mit dem Typ „Premium HV-H“ einen neuen Kaminofen vor, der nach dem klassischen Vergasungsprinzip arbeitet, was bei Kaminöfen noch relativ selten ist. Durch zwei übereinander angeordnete Glasscheiben wird ein Einblick in die unterschiedlichen Brennkammern und die unterschiedlich ablaufenden Verbrennungsphasen möglich. Der HV-H wird ab rund 5.500 € angeboten. Der Typ „HV-W“ verfügt über Wassertaschen und kann so an Zentralheizsysteme angeschlossen werden und diese mit Wärme versorgen.
Lasco, österreichischer Hersteller für Trocknungstechnik, zeigte neben handbeschickten Warmlufterzeugern für Scheitholz auch automatische Holzhackschnitzelfeuerungen für die Warmlufterzeugung im Leistungsbereich von 150 bis 750 kW. Die Feuerungen werden automatisch gezündet und bedarfsgerecht geregelt. Als mobile Einheiten verfügen sie über ein Abgasrohr und können so direkt neben Trocknungsanlagen gesetzt oder auch fest installiert werden. Neben landwirtschaftlichen Gütern eignen sich die Feuerungen natürlich auch, um Brennstoffe wie Holzhackschnitzel effizient zu trocknen.
Ecoworxx, Hersteller einer kleinen Pelletierpresse, stellte mit der „PM 75 E“ eine zweite Leistungsklasse vor. Die Maschine soll mit einem elektrischen Leistungsbedarf von 14,5 kW Stundenleistungen von 150 bis 200 kg erreichen. Gepresst werden können neben vielfältigen Holzarten auch andere Reststoffe wie Gras, Stroh oder Mist, die dann nicht unbedingt als Brennstoff genutzt werden sollen oder dürfen. Je nach Matrize können Pellets mit 6, 8, oder 20 mm Stärke hergestellt werden. Der Preis der Maschine liegt bei 40.000 €.