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[ » LAND & Forst » Content » Aus den Regionen » Schmallenberg-Virus ]
Donnerstag, 23.02.2012
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Aus den Regionen | 27.01.2012 Redaktion Land und Forst

Schmallenberg-Virus breitet sich in Niedersachsen aus

Hannover/London/Bielefeld - Das für Schafe und Rinder gefährliche Schmallenberg-Virus breitet sich in Niedersachsen zunehmend aus. Inzwischen sind 27 Betriebe betroffen.
Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom Mittwoch wurde das Virus in Deutschland bisher bei Tieren in fünf Bundesländern festgestellt.© Landpixel
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Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom Mittwoch wurde das Virus in Deutschland bisher bei Tieren in fünf Bundesländern festgestellt.
© Landpixel
Das teilte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch mit. Bestätigt worden seien inzwischen 43 Befunde, wobei häufig nur eines von mehreren möglicherweise betroffenen Tieren untersucht würde. Das Bundesagrarministerium will für den vor wenigen Monaten noch unbekannten Erreger, von dem vorallem Kühe, Ziegen und Schafe befallen werden, eine Meldepflicht einführen. Das Virus führt unter anderem zu Fehl- und Missgeburten.
 
Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom Mittwoch wurde das Virus in Deutschland bisher bei Tieren in fünf Bundesländern festgestellt. Die Fälle traten außer in Niedersachsen in Nordrhein-Westfalen (6 Rinderhaltungen, 26 Schafhaltungen, 1 Ziege), Hessen (2 Schafhaltungen), Rheinland-Pfalz (1 Bison) und Baden-Württemberg (1 Ziege) auf. Außerdem wurde es in Belgien und den Niederlanden festgestellt. Zudem breitet sich das Virus in Großbritannien aus. Es sei erstmals auf der Insel bestätigt worden, teilte die Tiergesundheitsbehörde Animal Health and Veterinary Laboratories Agency (AHVLA) mit. Vier Schafe sind in den britischen Grafschaften Norfolk, Suffolk und East Sussex positiv getestet worden.
 
Das Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Donnerstagausgabe) berichtete unter Berufung auf das FLI, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, es solle ein Impfstoff gegen die Seuche entwickelt werden. Dies könne etwa 18 Monate dauern. Es handele sich um eine ernste Gefahr für die Tiergesundheit in Europa.Wie die Zeitung weiter berichtete, plant das Robert-Koch-Institut (RKI) Bluttests für Menschen, die mit kranken Tieren in Berührung gekommen sind. Die Untersuchungen seien eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagten FLI-Sprecherin Elke Reinking, und RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher dem "Westfalen-Blatt". Ein entsprechender Test müsse aber erst noch auf die Beine gestellt werden, so Reinking. Die Zahl der untersuchten Menschen sowie der Beginn der Tests stehe daher noch nicht fest, sagte Glasmacher. Nach Angaben von Reinking ist das Virus nach dem derzeitigen Kenntnisstand für Menschen ungefährlich.
 
dpa/Ini
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