Lotta trifft sich regelmäßig mit ihrem besten Freund Ludwig im Café! Dort schnacken sie über das Leben und die Liebe. In dieser Ausgabe: Ludwig und Lotta genießen die Vorweihnachtszeit - jeder auf seine Art und Weise.
Ausgeglichen Rekord! Drei Wochen vor Weihnachten bin ich fertig. Opa bekommt einen Nasenhaarschneider, Oma ein Fotoalbum, Mama einen Massagegutschein und Papa eine Uhr - nicht, dass er nicht schon genug hätte. Meiner besten Freundin schenke ich einen grünen Schlauchschal und Ludwig überreiche ich einen Gutschein für einen Männerkochkurs. Ich schaue auf die Uhr: Huch, mein Bester wartet bestimmt schon. Ich schlüpfe in meine roten Stiefel, stolpere über die Geschenke, schnappe im Fall meinen Schlüssel und meine Handtasche, verhindere in letzter Minute einen Arztbesuch und lande auf dem Sessel - einem Erbstück von Uroma. Atmen. Beim zweiten Anlauf komme ich unversehrt zur Haustür und fünf Minuten später im Café an. Entspannt sitzt er im Korbstuhl und genießt die besinnliche Weihnachtszeit. Noch! Denn wie jedes Jahr hat er sein Gehirn noch nicht für die Suche nach der Antwort auf die Frage „Was schenke ich bloß?“ genutzt. Und wer darf es ausbaden? Ja, genau: ich! Frohe Weihnachten!
Eure
Lotta
Nervenkitzel Lässig lehne ich mich in einen gemütlichen Korbstuhl unseres Lieblingscafés zurück und lasse meine Gedanken schweifen. Ich bin wie John Wayne. Nein, eher wie Bruce Willis, wie Jason Statham, Sylvester Stallone und meinetwegen auch wie der Typ aus Twilight! Lotta erzählt seit einer gefühlten Unendlichkeit von all den Geschenken, mit denen sie sich nicht nur selbst übertroffen, sondern die sie auch alle schon eingekauft und weihnachtlich verpackt hat. Aber so etwas ist nichts für Männer wie John, Bruce, Jason und mich. Wir brauchen den Nervenkitzel. Ich werde erst am 23. Dezember in die Innenstadt gehen und Geschenke kaufen. Nachmittags! Wenn die Zeiger der Uhren schon drohend auf den Ladenschluss zulaufen werde ich gemächlich in die Fußgängerzone schlendern... aber so gut mir dieser Gedanke auch gefällt, irgendwie habe ich heute schon das unbestimmte Gefühl, dass ich dann so ein Drehbuch - wie die Kerle in den Filmen es haben - gut gebrauchen könnte, in dem steht, was genau ich dort in der Fußgängerzone kaufen soll.
Euer
Ludwig