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[ » LAND & Forst » Content » Aus den Regionen » Wintergetreide ]
Dienstag, 22.05.2012
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Aus den Regionen | 06.02.2012 Redaktion Land und Forst

Niedersachsens Landwirte fürchten um Wintergetreide

Hannover/Offenbach - Die Landwirte in Niedersachsen bangen wegen des harten und zugleich trockenen Frosts um die Entwicklung ihres Wintergetreides. "Wenn es noch kälter wird, aber nicht der nötige Schnee fällt, kann das zum Problem werden", sagte Werner Bosse vom Landesbauernverband in einer Presseerklärung.
Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen hätten das Wachstum von Winterroggen und Wintergerste, aber auch beim Winterraps weit vorangetrieben. "Friert es ohne Schneeabdeckung und weht dazu starker Wind, drohen die Pflanzen zu vertrocknen", erklärte Bosse. Sogenannte Kaltfröste ohne ausreichende Feuchtigkeit machten einigen Kollegen Angst: "Das kann ein großes Risiko sein." Derzeit gebe es zwar noch keine konkrete Gefahr. "Tagestemperaturen von minus drei oder minus vier Grad sind kein Thema. Wenn es so kalt bleibt oder noch kälter wird, brauchen die Pflanzen aber neuen Schnee. Und weil sie schon so stark gewachsen sind, sind sie auch anfälliger", sagte Bosse. Meteorologen rechnen damit, dass das osteuropäische Kältehoch "Cooper" im Lauf der Woche für einen weiteren Temperatursturz in Deutschland sorgt.
 
Kälterekorde bevor es wärmer wird
 
Das Bibbern geht jedoch weiter: Kaum hat Deutschland die eisigste Nacht dieses Winters überstanden, schon droht ein neues Kältetief. "Am Dienstag wird es noch frostiger", sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag voraus. Die Nacht zum Sonntag war die deutschlandweit kälteste dieses Winters. Die tiefste Temperatur wurde in Oberstdorf gemessen. Dort zeigte das Thermometer minus 28 Grad an und damit ein Grad weniger als auf der Zugspitze. Auf einer Linie zwischen Brandenburg, Erzgebirge, Schwarzwald und Alpenvorland war es vielerorts mit Temperaturen um minus 20 Grad ebenfalls klirrend kalt. "Dass Stellen dort am kalten Eck oder Kalteneck heißen, hat seinen Grund", erläuterte Hartmann. Selbst das schneefreie Frankfurt am Main erreichte ein Allzeittief: minus 15 Grad. Wärmster Ort war Helgoland. Auf der Insel wurden lediglich minus 6,2 Grad gemessen.
 
Bis zum Dienstag soll die Wetterlage unverändert bleiben. Dafür sorgt eine Hochdruckbrücke zwischen dem russischen Kältehoch "Dieter" im Osten und dem Azorenhoch über dem Atlantik. Sie lässt die Temperaturen am Dienstag voraussichtlich noch einmal sinken, bevor diese von Mittwoch an deutlich nach oben gehen. Ein Italientief zieht heran, dass warme Luft nach Deutschland bringt. Die Temperaturen machen einen Sprung um bis zu zehn Grad. Am Niederrhein können sogar einstellige Pluswerte erreicht werden. Mit dem Temperaturanstieg beginnt es vor allem im Südosten kräftig zu schneien.
 
dpa
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